Die wichtigsten Erkenntnisse
Die archäologischen Forschungen haben gezeigt, dass die früheste Kirche mehr als 600 Jahre älter ist als der erste schriftliche Nachweis eines Gotteshauses in Oberwil.
Die Besiedelung auf dem Kirchsporn reicht aber noch viel weiter zurück. Die ältesten Funde stammen aus der frühen Römerzeit, das heisst aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Erste Spuren von Gebäuden datieren wohl ins 2./3. Jahrhundert n. Chr.
Die bedeutendste Entdeckung ist ein spätrömisches Heiligtum. Dank ihm lässt sich eine Kultkontinuität von 400 n. Chr. bis in die Gegenwart nachweisen, was in der Schweiz nur auf ganz wenige Fundstellen zutrifft. Diese sind sehr wichtig für das Verständnis, wie sich das frühe Christentum in unserer Region ausgebreitet hat.
Die Kirche bildet den Mittelpunkt einer frühmittelalterlichen Grundherrschaft, zu der auch die bedeutenden Töpfereien im Tal gehören (Grabung Lange Gasse 1973).

Die Grabung von 1964/65 kurz vor dem Einzug der Betondecke. Im Vordergrund die Westwand des spätrömischen Gebäude (Phase 2)
Sommer 2003. In Zusammenarbeit mit der Archäologie Baselland untersuchen Studierende der Universität Zürich die archäologische Krypta neu.